Nach 27 Stunden Busfahrt waren wir wieder in Jakarta, unserem Ausgangspunkt der Reise. Die Busfahrt war trotz der Länge recht angenehm, denn der Bus hatte eine Klimaanlage, WC und Video, außerdem waren vier warme Mahlzeiten im Fahrpreis von ca. 35 DM inbegriffen. Ich mag gar nicht daran denken, daß wir in den ersten Wochen ausschließlich mit Public Bussen gefahren sind. Diese kosten zwar nur ein Zehntel des Preises eines Busses der Exekutive Klasse, sind aber auch viel langsamer und unbequemer. Man ist stundenlang in einer viel zu engen Sitzbank eingeklemmt und kann sich nicht bewegen. Bei jedem Halt, und der Bus hält alle paar Meter sobald jemand ein- oder aussteigen will, steigen in dem völlig überfüllten Bus eine Schar von Verkäufern und Straßenmusikanten ein. Kaum ist eine Gruppe Verkäufer ausgestiegen, kommt schon die nächste. Bei aller Sympathie für diese armen Kerle, irgendwann geht einem das tierisch auf die Nerven. Insofern kann man als "reicher" Europäer für einen besseren Bus auch mal etwas mehr bezahlen, wobei die Preise hier immer noch weit unter denen in Europa üblichen Preisen liegen. Na jedenfalls sind wir wieder in der Jalan Jaksa abgestiegen, wo eigentlich jeden Abend was los ist. Von den vielen Bars der Jl. Jaksa ist wahrscheinlich das Memori Cafe am beliebtesten. Hier gibt es jeden Abend Lifemusik und jeder der Lust hat, kann sich auf die Bühne stellen und singen. Es gibt in Jakarta aber auch außerhalb der Jalan Jaksa unzählige Bars und Clubs. So z.B. CJ's Bar, ein sehr exklusiver Club mit Lifemusik im Mulia Senayan Hotel. Sehr beliebt ist auch das Jalan Jalan (kurz JJ's genannt), ein House Club in der Jl. Rasuna Said. Die Getränkepreise hier sind allerdings ganz schön heftig. Wenn man für ein kleines Wasser schon über 5 DM zahlen muß vergeht einem der Durst. Während der ganzen letzten Woche in Jakarta war ich eigentlich ständig unterwegs und habe die Stadt dadurch besser kennengelernt. Ich kann mich noch erinnern, daß ich bei unserem ersten Besuch Jakarta gehaßt habe und froh war als wir endlich weiterreisen konnten. Mittlerweile hat sich das zwar etwas geändert, ich möchte aber trotzdem nicht in dieser Stadt leben müssen. |