Lovina
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| Lovina ist eigentlich kein eigener Ort, sondern vielmehr die kollektive Bezeichnung einer Reihe von Küstendörfern (Tukad Mungga, Anturan, Kalibukbuk und Temukus), wobei Kalibukbuk sozusagen das Zentrum darstellt. Eine der Hauptattraktion von Lovina sind die Delphine, welche hauptsächlich am frühen Morgen vor der Küste auftauchen. Man kann mit einem der zahlreichen Fischerboote aufs Meer hinaus fahren um sich die Delphine anzuschauen, dies ist schon allein wegen des Sonnenaufganges lohnenswert. Allerdings glaube ich, daß zu viele Boote mit neugierigen Touristen für die Delphine eher Stress bedeuten. Alternativ kann man auch Schnorcheln gehen. Die Korallen sind zwar nicht die besten aber die bunte Fischvielfalt ist schon beeindruckend. Wenn man ein paar Kekse zum Verfüttern mitnimmt, ist man bald von einem riesigen Fischschwarm umgeben. In Lovina haben wir auch viele neue Freunde dazu gewonnen. Da dies alles Einheimische waren, hatten wir so die Möglichkeit die Lebensgewohnheiten der Balinesen etwas näher kennenzulernen. Wir haben unter anderem an einem Dorffest mit einer Legong-Vorführung teilgenommen. Beim Legong-Tanz fordert die reich geschmückte Tänzerin Männer aus dem Publikum auf mit ihr zu tanzen. Diese versuchen dann während des Tanzes, die Tänzerin am Busen oder Po zu berühren. Der absolute Held ist man jedoch, wenn man es schafft der Tänzerin einen Kuß zu geben. Leider dauern die Feste in Bali nie länger als bis 22.00 Uhr, so daß kurz nach um Zehn schon wieder alles vorbei war. Interessant war auch der Besuch des Nachtmarktes in Singaraja. Dieser scheint unter den Einheimischen sehr beliebt zu sein, jedenfalls war das Gelände hoffnungslos überfüllt. Als wir zurück nach Kalibukbuk wollten, mußten wir eine ganze Weile nach unseren Mopeds suchen. Eine der Hauptattraktionen des Nachtmarktes war die Show eines Schlangenbändigers. Neben den verschiedensten Schlangen kam dort auch ein Alligator vor. Während der ganzen Vorführung waren übrigens zwei Assistenten ständig damit beschäftigt, die Schlangen vom Publikum fernzuhalten. Zum Abschluss der Show hat sich der Schlangenbändiger eine kleine Schlange durch Nase und Mund gezogen, was bei vielen Leuten sichtlich Eindruck hinterlassen hat. Unvergeßlich waren auch die Lagerfeuer am Strand. Während man am Feuer saß, sich unterhalten hat und leckeren gegrillten Fisch aß, konnte man die weit entfernten Lichter der Fischerboote beobachten. Man kann sich vorstellen, daß uns der Abschied nicht ganz leicht gefallen ist. Trotzdem mußten wir irgendwann weiter und zwar zurück nach Kuta. |