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Familie Betz

Wappenkunde

Version 1.5 / Letzte Aenderung 26. Februar 2006

Stammlisten der Familie Betz (Bez) von Wuerttemberg

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 P.M. Betz

Die  Wappenelemente

Helmzier

Wulst  oder Helmkrone

Helm

Helmdecke

Schild

Bestandteile eines Wappens

Wichtigster Bestandteil eines Wappens ist der Schild: Nur das in einen Schild gestellte Bild kann als Wappen angesprochen werden. Der Schild wechselte seine Form im Laufe der Geschichte vom `normannischen´ Schild ueber die Dreiecksform, den tartschenfoermigen Schild und die barocke Kartusche zu dem heute ueblichen, unten halbkreisfoermigen Rundschild,  der sich fuer die Aufnahme komplizierter und gegliederter Wappenbilder besonders  eignet.
Bei den Schildbildern unterscheidet die Heraldik zwischen zwei grossen Gruppen, den `Heroldsbildern´ und den `gemeinen Figuren´. Die Heroldsbilder sind nichts anderes als eine durch Linien bewirkte Verteilung von  Farbflaechen auf dem Schild. Alle Schildbilder, die nicht durch teilende Linien entstehen, heissen in der heraldischen Fachsprache, der Blasonierung, `gemeine Figuren´. Dazu gehoeren saemtliche Lebewesen, Phantasiegebilde und Gegenstaende  aller Art, Heroldsstuecke und gemeine Figuren koennen im Wappen beliebig  kombiniert werden.

Helm, Helmzier und Helmdecke
Ein weiterer Bestandteil des Wappens ist der Helm mit seinem heraldischen Schmuck, der Helmzier und den Helmdecken. Wie der Schild so wandelte sich auch der Helm mit  der Mode und der Ruestungstechnik vom Topfhelm bis zum Buegelhelm. Fuer buergerliche  Wappen wird ausschliesslich der Stechhelm verwendet, da der Spangenhelm ab dem 15. Jahrhundert zum groessten Teil in adeligen Familienwappen zur Differenzierung  gegenueber dem buergerlichen Familienwappen verwendet wird. In der Helmzier werden  in der Regel die Schildfiguren wiederholt und oft ergaenzt durch Hinzufuegung von Geweihen,  Bueffelhoernern, Federbueschen oder Fluegeln usw. Die Helmdecken leiten  sich wohl vom ledernen Nackenschutz der hochmittelalterlichen Helme ab. Sie werden heute besonders raumfuellend und dekorativ gestaltet, in Baendern oder Blattwerk dargestellt; sie wiederholen in der Regel die Hauptschildfarben des  Wappens, wobei das Metall (Gold und Silber) innen, die Farben (Schwarz, Rot,  Gruen und Blau) immer aussen stehen sollen. Gold wird oft als Gelb, Silber als Weiss dargestellt. Silber wird auch als Leerfeld gezeigt.

Bedeutung  der Farben.
Von grosser Bedeutung fuer die Wappen sind die Farben. Es gibt Wappen ohne Bilder - eine geometrische Flaechenaufteilung des Wappens - aber kein Wappen ohne Farben. Die Heraldik kennt nur eine bestimmte Zahl von Farben,  genauer Metalle und Farben.
Unter `Metall´ versteht man in der Heraldik Gold und Silber, die als Gelb und Weiss wiedergegeben werden. Unter `Farben´ versteht  man in der Heraldik Schwarz - Rot - Gruen - Blau. Ausnahmsweise koennen  menschliche Figuren in der Heraldik `natuerlich´, also hautfarben dargestellt  werden. Die heraldische Farbregel bestimmt nun, dass `Metall´ nicht neben oder auf `Metall´ und `Farbe´ nicht neben oder auf `Farbe´ zu stehen kommen darf.  Eine `farbig´ Figur darf also nur in einem `metallenen´ Feld stehen.

Wappenbeschreibung oder Blasonierung
Die Wappenbeschreibung oder der Fachausdruck - Blasonierung - soll dem kundigen Leser die Moeglichkeit  geben, das Wappen in Form und Farbe zu rekonstruieren. Dabei ist zu beachten, dass in der Heraldik die Seitenangaben immer vom Standpunkt des Schildtraegers  und nicht von dem des Betrachters angegeben werden. Die Blasonierung darf nichts ueberfluessiges enthalten; sie muss so exakt und so kurz wie moeglich gemeldet  werden.

Die Wappenbegruendung
Die Wappenbegruendung ist ein  ganz wichtiger Bestandteil Ihres Familienwappens. Nur durch die Wappenbegruendung koennen spaetere Generationen die Symbole und Farben im Wappen deuten und verstehen. Wie die Vergangenheit zeigt, koennen wegen fehlender Wappenbegruendung sehr viele alte Familienwappen nach den dargestellten Symbolen nicht mehr verstanden und gedeutet werden, soweit es sich nicht um redende Wappen handelt. Es ist deshalb zu empfehlen, dass die Wappenbegruendung immer beim  Familienwappen in der Wappenrolle oder im Wappenbrief bleibt.

Regeln und Grundsaetze fuer die Erstellung eines Familienwappens

Familienwappen werden  ausschliesslich nach der vaeterlichen Stammreihe erstellt.
Bei der Erstellung eines Familienwappens sollen nicht mehr als zwei der unten aufgefuehrten Punkte heraldisch umgesetzt werden. Die nachstehend aufgefuehrten Punkte werden nach der Reihen- und Rangfolge, von oben nach unten, beruecksichtigt.

Wenn moeglich, symbolische Umsetzung des Familiennamens

Symbolische Umsetzung  der Herkunfts-, der Heimatregionen und / oder der Geburtsorte der  Vorfahren

Symbolische Umsetzung von traditionellen Berufen,  Besonderheiten in der Familie

Geburtsort und / oder Heimatregion des Wappenstifters

Beruf des Wappenstifters

Darf ein namensgleiches Wappen angenommen werden?

Findet man ein Wappen unter einem bestimmten Namen, ist zu pruefen, ob ein genealogischer Zusammenhang mit der Familie besteht. Namensgleichheit allein berechtigt nicht, ein bereits bestehendes Wappen zu uebernehmen. Es ist der Nachweis der direkten  Abstammung im Mannesstamm von dem urspruenglichen Wappenfuehrer erforderlich.  Voraussetzung dafuer ist eine eingehende Familienforschung. Allerdings ist nur  ein kleiner Teil aller jemals gefuehrten Wappen registriert bzw. veroeffentlicht.