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1. Epoche, die Goeppinger
1425: Der erste Goeppinger Stadtbrand Am Ostermontag 1425 legte ein Brand, der von Albert Kaewers Haus ausgegangen war, die ganze Stadt in Schutt
und Asche. Acht Menschen und 16 Tiere seien – laut Bericht des Chronisten Betz – dabei ums Leben gekommen. Nur ein Haus soll stehen geblieben sein. Zum Wiederaufbau lieferten die Grafen von Wuerttemberg das
erforderliche Holz. Dafuer mussten von jedem Haus, "darin man Rauch hat", jaehrlich an St. Joergen 7 Heller und an St. Galli 1 Schilling als "Feuerzins" abgeliefert werden. Der Wiederaufbau
erfolgte wohl weitgehend nach dem alten Stadtgrundriss. (850 Jahre Goeppinger Geschichte(n), Stadtarchiv und das Staedtische Museum)
>1500: Agnesia, Martin Betzens Wittib Die Spur fuehrt zu einem Kaufbuch im Stadtarchiv Goeppingen, welches um 1500 beginnt, dort wird von einer
“Agnesia, Martin Betzens Wittib” (Wittwe) gesprochen. (Auskunft Stadtarchiv Goeppingen)
1516 / 1523: Goeppinger Musterungslisten In den ersten Musterungslisten von Goeppingen um 1516 wird ein Martin Betz von Goeppingen aufgefuehrt (HSTA
A38a, Band M3, S3) In den Musterungslisten um 1523 wird der Martin Betz von Goeppingen wieder genannt, als Beruf ist Metzger aufgefuehrt (HSTA Stuttgart Musterungslisten A28a, M34, S 6)
1524: I. Lehensvertrag ueber den Erckenbracher Hof Martin Betz, Metzger von Goeppingen hatte "ein halb viertail" des Erckenbracher Hofs
inne und Zinste dafuer der Herrschaft Wuerttemberg. (HSTA Stuttgart Lagerbuch H 101 Band 467)
1553: Goeppinger Musterungslisten In den Musterungslisten von Goeppingen wird ein Blaesin Betz, Dritte Wahl als Spiesser mit Ruestung und ein Hans
Betz welcher im Krieg nicht gebraucht wird, genannt. (HSTA Stuttgart Musterungslisten A28a, M150, S 7, S22, S36, S38)
um 1553: Johannes Betz wird geboren
Johannes wurde als Sohn von Martin Betz 1553* in Goeppingen geboren. (*gemaess Immatrikulation Tuebingen, gemaess Altersangaben auf den Visitationsprotokollen ist auf ein Geburtsjahr von 1549/50 zu schliessen)
Ob der erwaehnte Vater Martin Betz mit dem Martin Betz, Metzger in den Kirchenbuechern von Goeppingen identisch ist, ist ungewiss. Der Beginn der Kirchenbuecher in Goeppingen ist auf 1558 datiert und in der
Familie des beschriebenen Martin Betz ist 1559 ein anderer Johannes Martin aufgelistet.
1553 - 1556: II. Lehensvertrag ueber den Erckenbracher Hof Ein Martin Betz, auch Metzger, (vermutlich der aelteste Sohn) uebernimmt das Lehen von
einem Viertel des Erckenbracher Hofs. (HSTA Stuttgart Lagerbuch H 101 Band 473)
1558: Erster Taufregistereintrag Als erster Taufregistereintrag finden wir am 22. Oktober 1558 im Taufregister von Goeppingen den Michael Betz, Sohn
des Michael Betz und der Katharina Hackschlitz. (1556 - 1803 Bessel Abschriften Blatt 244)
1558, 1560, 1563:Goeppinger Musterungslisten In den Musterungslisten wird ein Martin Betz, Dritte Wahl als Spiesser ohne Ruestung genannt. (HSTA
Stuttgart Musterungslisten A28a, M192, S 28 / A28, M235, S30 / A28, M281, S33)
1570: III. Lehensvertrag ueber den Erckenbracher Hof Es scheint Martin Betz ist 1569 oder 1570 verstorben. Im vorliegenden Schriftstueck wird das
Lehen erblich gemacht und Luwig Herzog von Wuerttemberg uebertraegt das Erblehen der Wittwe von Martin Betz. (HSTA Stuttgart Lagerbuch H 101 Band 473 Blatt 193)
1579: Goeppinger Musterungslisten In den Musterungslisten von Goeppingen wird ein Lorenz Betz, Erste Wahl als Schuetze mit Langkorn und Sturmhaube
genannt, als Beruf ist Metzger aufgefuehrt. (HSTA Stuttgart Musterungslisten A28a, M347, S 17)
1636: Letzte Eintragung im Kirchenbuch Goeppingen Als letzte Eintragung ueber ein Betz Familienmitglied in den Kirchenbuechern von Goeppingen findet
sich die Hochzeit von Anna Maria Betz mit dem Wittwer Johannes Bauerlin am 23. Februar 1636. Ob alle Betzen vor den Wirren und Krankheiten vom dreissigjaehrigen Krieg aufs Land geflohen sind oder ob sie von der Pest
weggerafft wurden kann nicht nachvollzogen werden. Im Dreissigjaehrigen Krieg (1618 - 1650) litt Goeppingen schwer unter der Pest und Pluenderungen. Alleine im Jahre 1634/35 gab es fast 1600 Tote (Die Stadt hatte zu
beginn des Krieges rund 3000 Einwohner!)
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