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Vorwort zu den Forschungen ueber die Familie Betz
(Bez) von Wuerttemberg
Wie es dazu kam…… Die Erforschung unserer Familiengeschichte habe ich ungefaehr im Jahre 1981 begonnen. Zuerst eher zoegerlich, doch mit
zunehmendem Erfolg erwachte in mir der Forscher und Detektiv. Die Gruende hierfuer lagen vorwiegend im Namen "Betz" selbst, welcher in der Schweiz unbekannt und eher selten ist. Immer wieder wurde ich nach
dessen Bedeutung und Herkunft gefragt. Den Ausloeser fuer gezielte Forschungen gab aber ein Betz - Treffen in einer Gastwirtschaft in Deutschland vor ueber 20 Jahren, leider bisslang das Einzige. Dort konnte ich
Familienmitglieder aus der weiteren Verwandtschaft kennen lernen und Kontakte knuepfen. Dort wurden alte Geschichten ueber die Verwandtschaft erzaehlt, es wurden mit Stolz alte Fotos herumgezeigt und dort erhielt
ich auch von einer Verwandten die ersten Kopien von einem Familienregisterauszug. Da ich die vielen Namen nicht richtig zuordnen konnte, machte mir eine aeltere Tante eine Skizze, welche Kinder zu welcher Familie
gehoeren. Die Tante lebt leider nicht mehr, die Papierserviette mit der Skizze habe ich heute noch. Ein wunderschoener Anlass und sehr viele Erinnerungen, meine Fragen nach der Bedeutung vom Familiennamen und
dessen Herkunft, wurden jedoch eher mit Vermutungen und Schulterzucken beantwortet.
Das wollte ich schon ein bisschen genauer haben...... Um schluessige Antworten darauf zu finden, begann ich die verschiedenen
Zivilstandsaemter systematisch anzuschreiben und ich sammelte Informationen und alte Familienbilder. Ich begann in Bibliotheken entsprechende Fachliteratur zu suchen und im Internet Kontakte zu Gleichgesinnten
aufzubauen. Bald waren die Informationen der Zivilstandsaemter erschoepft und ich wurde vermehrt auf Kirchenbuecher verwiesen, welche ich mir auf Mikrofilmen vom landeskirchlichen Archiv in Stuttgart zukommen lies.
Die Personendaten stammen im Wesentlichen aus Tauf-, Ehe- und Sterberodeln der jeweiligen Pfarreien. Ich stiess auf eine Fuelle von Eintragungen, die es in muehseliger Arbeit zu ordnen galt. Beruflich
vorbelastet habe ich relativ frueh eine elektronische Datenbank angelegt, die mir bei meinen Auswertungen bis heute wertvolle Dienste leistet.
Es passierte etwas, was ich nie fuer moeglich gehalten haette…. Die Geschichte meiner Familie begann mich immer mehr in ihren Bann zu
ziehen. Von Natur aus schreib- und lesefaul, begann ich Sachen zu machen die ich nie fuer moeglich gehalten haette. Verstaubte alte Fotos, Briefe und anderes altes Zeug auf den Dachboeden bekamen klare Konturen und
Gesichter. Meine Fantasie, mein Spuersinn und mein Ergeiz, wurden von Tag zu Tag staerker. Damit ich die alten Urkunden entziffern konnte, musste ich mich intensiv mit den alten Schriften (Palaeographie), Latein
sowie alten Berufen und Krankheitsbezeichnungen auseinandersetzen. Immer mehr interessierten mich neben den reinen Lebensdaten aber auch die Lebensumstaende, die geschichtlichen Hintergruende und persoenlichen
Schicksale die sich vor mir auftaten. Um diese zu verstehen, waren die geschichtlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Hintergruende der jeweiligen Zeitepoche aufzuarbeiten. Die Informationen habe ich in
verschiedenen Archiven aus Lagerbuechern, Matrikeln, Teilungsurkunden, Kaufbriefen, Buergerrodeln, Wachlisten und Musterungslisten der verschieden Oberaemter in Deutschland gesammelt. Begleitwissenschaften wie
die Heraldik, Onomastik etc. waren ploetzlich nicht mehr langweiliges Zeug fuer Buecherwuermer, sondern taegliche Werkzeuge um in den Forschungen weiterzukommen und um tote Punkte zu ueberwinden.
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