Mafia und Justiz
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| 17.08.2005 Luigi Putrone, Kopf eines der größten Mafia-Clans Italiens wurde in Tschechien festgenommen. Ein ranghoher italienischer Mafioso ist nach sechs Jahren auf der Flucht in Tschechien festgenommen worden. Aufgrund eines internationalen Haftbefehls wurde Luigi Putrone, Kopf eines der größten Mafia-Clans Italiens im Norden des Landes festgenommen. Luigi Putrone, 44-Jähriger lebte nach Angaben der Ermittler möglicherweise bereits seit mehreren Jahren in Tschechien. Er wurde Ende der 90er Jahre in Italien in Abwesenheit zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Er soll für die Ermordung von neun Menschen verantwortlich sein. Die tschechische Polizei suchte nun nach den Helfern, die dem Mafia-Boss das Untertauchen ermöglichten. |
| 21.April,2005 Lebenslaenglich fuer Bernardo Provenzano annulliert. Die 6. Sektion der Kassation hat das Urteil zu Lebenslaenglich fuer 127 Morde im Zeitraum zwischen den 70er Jahren und Anfang der 90er Jahren, fuer Bernardo Provenzano annulliert. Der Prozess muss auch fuer andere Bosse der Mafia (Pietro Aglieri, Paolo Alfano, Giovanni Battaglia, Giovanni Di Gaetano, Vincenzo Di Maio, Giuseppe Farinella, Stefano Fontana, Stefano Ganci) neu aufgerollt werden. ![]() Bernardo Provenzano |
| 11.04.2005, Einen fluechtigen Mafioso im Hospital zu behandeln ist keine Straftat. Einen fluechtigen Mafioso im Hospital zu untersuchen oder zu behandeln ist nicht strafbar. Dieses Prinzip wurde von der Kassation festgelegt und in Folge Rosario Mandalà ehemaliger Chef der Orthopaedie im Hospital Marino in Palermo freigesprochen. Mandalà war wegen Beihilfe angeklagt da er den fluechtigen Mafia Boss Giuseppe Graviano - zu lebenslaenglich verurteilt wegen dem Mord an Padre Pino Puglisi und den Attentaten von 1993- im Hospital behandelt hatte. Mandalà war in erster Instanz zu drei Jahren Haft verurteilt worden. 02.April,2005 Prozess Mori vertagt. Die Richterin von Palermo Silvana Saguto hat gestern den Prozess gegen Mario Mori (Direktor des ital. Geheimdienst Sisde) und Sergio De Caprio (bekannt unter dem Namen "capitano Ultimo") beide angeklagt wegen Beihilfe im Bezug auf die Mafia. Bei dem Prozess geht es um die verspaetete (oder nicht stattgefundene) Durchsuchung des Verstecks in dem der Boss der Cosa Nostra Totò Riina festgenommen wurde. |
| 27.02.2005 Italiens Justiz im Stess. 38 000 Verfahren sind verjaehrt: -808 000 Zivilverfahren und 900 000 Strafverfahren sind anhaengig. Die Haftantraege sind 32 000. Die Genehmigungen fuer Abhoeraktionen sind 953. Jetzt demonstrieren die Justizangestellten und Ihre Gewerkschaften. Berlusconis Gesetze um sich und seine Freunde Previti und Del'Utri vor der Haft zu retten erschweren die Arbeit der Justiz. |
| 21.02.2005 Mafia, 9 Jahre fuer Dell' Utri. Der Senator Marcello Dell' Utri wurde vom Gericht von Palermo wegen "externem Wettbewerb mit der Mafia " zu 9 Jahren Haft verurteilt. Marcello Dell' Utri ist nicht nur ein enger Freund Berlusconis, sondern auch einer der Mitbegruender von Berlusconis Partei "Forza Italia". Dell' Utri und Berlusconi kennen sich seit der Universitaet. 1974 kuendigt Dell' Utri seinen Job bei der Sparkasse in Palermo und arbeitet in Mailand fuer seinen Freund Silvio Berlusconi. Dell' Utri soll es auch gewesen sein der Berlusconi den Mafia-Boss Mangano vorstellte. Berlusconi stellte den Boss als Stallmeister ein. Angeblich sollte Mangano die Familie Berlusconis vor Entfuehrungen schuetzen. Als das Gericht von Palermo den italienischen Premier im Prozess Dell' Utri in den Zeugenstand gerufen hat um die Rolle Manganos zu klären, machte Berlusconi von seinem Recht der Aussageverweigerung gebrauch. Mangano soll nicht der einzige Mafiosi gewesen sein den Dell' Utri bei Berlusconi einfuehrte. 32 Mafia-Kronzeugen sagten in dem 7 Jahre andauernden Prozess gegen den Senator Dell' Utri aus. Die Verteidiger des Senators haben sofort nach der Urteilsverkuendung angekuendigt, dass Sie in Berufung gehen werden. Seitens der "Casa della Liberta" wie sich Berlusconis Regierungskoalition nennt, ist zu vernehmen, dass jemand (?) die Justiz politisch gebrauchen wuerde. Berlusconi der den Tag zuvor in Mailand,im Prozess SME freigesprochen worden war, gibt noch keinen Kommentar ab. Nach der Verurteilung von Berlusconis Freund, Anwalt und Senator Previti zu 11 Jahren Haft, der Verurteilung von Dell' Utri, sowie der Tatsache, dass in den Reihen der Parteien der aRegierungskoalition mehrere Mitglieder durch Ermittlungsverfahren oder Prozesse belastet sind, wird es in Kuerze doch zu der von der "Casa della Liberta" geforderten Halbierung der Verjaehrungsfristen kommen. Eine Halbierung der Verjaehrungsfristen wuerde nicht nur die Poilitiker zum Voerteil werden, sondern auch fuer einige Maifa und Camorra Bose die Gefaengnisse oeffnen. |
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Januar,2005 Salvatore Riina zu 14 einhalb Jahren verurteilt. Totò Riina, Boss der Cosa Nostra sitzt wahrscheinlich noch ewig im Gefaengniss. Sein aeltester Sohn Giovanni wurde schon zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Jetzt wurde der drittaelteste Sohn Giuseppe Salvatore Riina in Palermo wegen Mafia-Vereinigung, zum Zweck der Ausschreibungen, Geldwaesche und Schutzgeld zu 14 Jahren und 6Monaten verurteilt. Er hatte die Familien-Geschaefte an Stelle des 1993 verhafteten Totò und des aelteren Bruders gefuehrt. |
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