

MBC “Elbe Dessau” e.V.
über 50 Jahre Motorsport in Dessau
Diese Arbeit veranlaßte auch den Vorsitzenden der Fachkommission Motorbootrennsport beim Präsidium des ADMV weitere Gedanken darüber anzustellen, wie Fahrer bei Unfällen ohne große weitere Schädigung aus dem Wasser geborgen werden können. Das vom Sportsfreund Wiener gebaute und durch den MC "Elbe" Dessau getestete Ponton brachte nicht den gewünschten Erfolg. Folglich wurde beim ADMV der Antrag gestellt, einen Rettungkatamaran zu entwickeln, bei dem bei einem Unfall der versetzte Fahrer auf einer schwimmenden Trage im Wasser aufgenommen werden kann und mit der selben Trage ein Weitertransport zum Rettungswagen an Land möglich ist. Damit sollte ein möglichst schonender Transport gesichert werden.
Dieser Rettungkatamaran wurde gebaut, mit einem 25 PS Yamaha-Motor versehen und dem MC ,Elbe" Dessau zur Erprobung übergeben. Die Funktionserprobung verlief sehr gut, allerdings reichte die Geschwindigkeit bei fließendem Gewässer nicht aus. Der Motor wurde daraufhin durch einem 40 PS Yamaha-Motor ersetzt. Dieser Rettungskatamaran mit zwei Motoren, zwei Rettungstragen und zwei Ersatzschwimmern wurden dem MC “Elbe” Dessau vom Generalsekretariat, Abteilung Finanzen des ADMV mit dem dazugehörigen Transportanhänger im Jahre 1987 mit allen Rechtsunterlagen zur Bilanzierung in das Anlagevermögen des Clubs übergeben.
Bis zum Jahre 1989 wurde dieser Rettungskatamaren mit der Besatzung des Clubs an alle Rennveranstalter in der DDR gegen eine Leihgebühr und Rückerstattung der Fahrkosten ausgeliehen und hat bei allen Veranstaltungen wertvolle Hilfe geleistet.
Im Jahr 1986 führten wir am 21. und 22. Juni das 23. Dessauer Motorbootrennen durch. Am Start waren insgesamt 70 Fahrer in fünf verschiedenen Bootsklassen:
Klasse OSC 12 Boote
Klasse OA 10 Boote
Klasse OB 9 Boote
Klasse OC 11 Boote
Klasse R 1 10 in Lk I und 18 in Lk II
An der Zahl der vorhandenen Boote und der Teilnehmerzahl in der Klasse R 1 ist zu ermessen, wie wichtig zum Aufbau und Erhalt einer Rennbootklasse, beginnend im Jahr 1958 mit fünf Booten bis zum Jahr 1986 mit 28 Booten, die gesicherte materielle Basis aus eigener Produktion ist. Da diese Basis für Rennmotoren der Außenbordrennboote aber in der DDR bedingt durch die politischen Verhältnisse nicht gegeben war, ging hier die Zahl der aktiven Fahrer von Jahr zu Jahr zurück.
Die politischen Verhältnisse erzwangen vom DTSB und ADMV Entscheidungen derart, dass möglichst wenig internationale Rennen durchgeführt werden sollten und unseren Fahrern die Teilnahme an Europa- und Weltmeisterschaften im westlichen Ausland untersagt wurde. Auch unter diesen schwierigen Bedingungen war der MC "Elbe" Dessau weiterhin bemüht, jährlich ein Rennen durchzuführen.
Auch das 14. Dessauer Motorbootrennen war aus obengenannten Gründen wieder ein Nationales. Zu diesem Rennen stellten sich dem Starter folgende Klassen und Boote:
Klasse OSC 8 Boote
Klasse OA 8 Boote
Klasse OB 9 Boote
Klasse OC 7 Boote
Klasse R 1 8 in Lk I und 12 in Lk II
Während in den letzten Jahren der Bestand an Außenbordrennboote innerhalb des Verbandes, bedingt durch oben geschilderte Verhältnisse, systematisch zurück ging, nahm auch aus den gleichen Gründen die Anzahl der Boote der Klasse R 1 nun ständig ab. Von den nunmehr 20 Booten des Verbandes stellte der MC “Elbe” Dessau im Jahr 1987 noch 8 Boote, wobei es 1985 noch stolze 13 Boote waren. Es ging also auch auf dem sportlichen Gebiet systematisch abwärts..

1981 - 1990
