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Unsere Voltigruppe

 

Bericht vom Gruppenhelferlehrgang im VZM im August 2004

Da standen wir also am Montagmorgen, den 02.08.04 wohl gerüstet vor dem Voltigierzentrum Meerbusch und warteten gespannt, aber nicht ohne Zweifel, was eine Woche Gruppenhelferlehrgang II wohl bringen würde. Als bunt gemixter Haufen aus verschiedenen Reit- und Voltigiervereinen (allerdings nur Mädchen…) hatten wir trotzdem alle fast die selben Vorstellungen: Wir wollten gezielter im eigenen Verein mitarbeiten, ob als Gruppenhelfer in einer Voltigiergruppe, durch Mithilfe bei Longenstunden oder sonstige Arbeit mit Kindern. Wir freuten uns demnach auf eine Woche, die viele neue Ideen, interessantes theoretisches Wissen und einen aktiven Austausch zwischen den einzelnen Vereinen bringen würde. Außerdem würden wir unseren Umgang mit Kindern weiter verbessern und hoffentlich eine Menge Spaß haben.

Wir zogen nun mit Sack und Pack in unser Quartier ein, wo wir aber erst ab Mittwoch auch übernachten würden. Mit dabei waren die Betreuer und Trainer Mecky Fischer, Nina Engler, Birgit Knoke und Ulrike Taube, die uns die ganze Woche über begleiten würden.

Da wir uns untereinander noch nicht so recht kannten, sorgte ein Kennenlernspiel dafür, dass die unbekannten Gesichter verschwanden, denn die Woche über sollten wir an verschiedenen Aufgaben in Teams zusammenarbeiten, die aus unterschiedlichen Vereinen gemischt waren.

Eine der Aufgaben war, eine Voltigierstunde für Kinder im Alter von 3-7 Jahren zu planen und dann auch selber durchzuführen. Dabei wurden wir von den Trainern unterstützt und auch kontrolliert, denn für manche war die Aufgabe schwieriger als erwartet. Jeweils zu zweit entwickelten wir auch eine Longenstunde für ein Kind beliebigen Alters. Bei beiden Aufgaben zählten sowohl Wissen und Einfallsreichtum als auch gute Organisation und Sicherheit, besonders im Umgang mit Kindern. Jede Stunde wurde später im Kreis der Betreuer und Beobachter kritisch besprochen, denn auch aus Fehlern lernt man.

Aber wer praktisch arbeiten will, muss auch die Theorie beherrschen. So lernten wir viel Neues in den Bereichen erste Hilfe, Aufsichtspflicht, motorische Entwicklung der Kinder und tauschten unsere Ideen zum kindgerechten Korrigieren aus.

In verschiedenen Arbeitsgruppen erarbeiteten wir Themen wie Beschäftigung bei schlechtem Wetter, Spiele am Pferd, eine Gymnastikstunde und verschiedene Arten von Ralleys.

Richtig ins Schwitzen kamen wir beim Tanzen mit Nina, die versuchte uns in der Hitze einen neuen Tanz beizubringen, den wir später auch vor einem kleinen Publikum aufgeführt haben.

Wie auch den Tanz, haben wie verschiedene Sachen, die man mit Kindern in vereinfachter Form machen kann, selbst ausprobiert. So purzelten wir beim Ringen und Raufen kreuz und quer über den Rasen und hatten einen Heidenspaß, obwohl nachher so manche gute Hose versaut war.

Auch an den Bewegungsspielen und den Vertrauensspielen, die eigentlich für kleinere Kinder gedacht sind, hatten wir Großen genauso viel Spaß und so tobten wir oft munter durch die Halle. Und weil wir danach ziemlich verstaubt waren, hüpften wir in den Swimmingpool, der sich im Laufe der Woche durch heftige Wasserschlachten mehr und mehr leerte. So griffen wir dann zum Wasserschlauch vor der Halle, der eigentlich für die Pferde gedacht war. Dennoch kam es vor, dass man einige von uns mit Shampoo bewaffnet dort fand, um sich die Haare zu waschen.

Die Nachtwanderung wurde für uns zu einem Erlebnis besonderer Art: Während die Einen sich zu Tode erschreckten, konnte die Leiche vor Lachen kaum noch tot liegen bleiben und bald hallte die Nacht von Schreien der Geister und Opfer wieder.

Als Abschluss organisierten einige von uns einen bunten Abend mit Pantomime, Birgit’s Hundeshow und einem Kartoffelhindernislauf, bei dem sich die gesamte Truppe aufführte wie auf einem Kindergeburtstag.

Am Ende des Lehrgangs trennten sich unsere Wege wieder und wir gingen um einige Erfahrungen reicher, aber totmüde nach Hause. Insgesamt war es ein sehr gelungener Lehrgang, bei dem wir viel Spaß hatten und eine Menge gelernt haben.

Unser Dank gilt dem Kreissportbund Neuss und dem Voltigierzentrum Meerbusch für die Organisation und die zur Verfügung gestellten Pferde und Räumlichkeiten. Ganz besonders möchten wir uns bei Familie Aretz bedanken, die uns eine Woche lang ihren Garten und ihren Swimmingpool zur Verfügung gestellt und uns gut verpflegt hat.

Natürlich bedanken wir uns auch bei unseren Betreuern, die diesen schönen Lehrgang möglich gemacht haben.

  von Denise und Farina